Wir sind in letzter Zeit häufiger gefragt worden, was das eigentlich ist – dieses Hundeflüstern? Dazu gibt es viele Definitionen. Seit Monty Roberts, dem Pferdeflüsterer, ist artgerechte Kommunikation mit Tieren mehr in den Fokus vieler Tierfreunde gerückt. Hundetrainer wie Martin Rütter, Cesar Millan oder Maike Maja Nowack haben es sogar bis auf die besten Sendplätze im Fernsehen geschafft. Was Hundeflüstern eigentlich ist, definieren wir heute mal ein bißchen genauer. Und wir erklären dir, wie auch du dich mit deinem Hund bald ganz anders verständigen kannst…

Im Prinzip sind Hundeflüsterer in der Lage, ohne viel Gerede oder Kommandos den Hund dazu zu bringen, das zu tun, was der Trainer möchte. Dabei läuft das meiste über die Körpersprache ab, Töne oder Laute werden nur selten verwendet. Fast magisch schaut es aus, wenn ein Hundeflüsterer und ein Hund gemeinsam unterwegs sind. Was wir hier aber so einfach auf den Punkt gebracht haben, erfordert jedoch jahrelange intensive Beobachtung von Hunden im Rudel und Praxis mit dem eigenen Vierbeiner. Und ein kleiner Schalter in unserem Gehirn muss ebenfalls umgelegt werden…

Nimm deinen Hund für voll

Viele Hunde – gerade kleine – haben ein riesiges Problem: Sie werden einfach nicht für voll genommen. Ob es der pubertierende Junghund ist, der von seiner Familie immer noch wie ein Welpe behandelt wird (und oft ändert sich das auch den Rest des Hundelebens nicht), oder der niedliche Chihuahua, der einfach keine Möglichkeit zu einer Begegnung mit Artgenossen hat, weil er immer gleich panisch auf den Arm genommen wird. Wenn wir ehrlich sind, trauen wir unseren Hunden oft nicht viel zu. Dass sie eigenständige und zurechnungsfähige Wesen sind, vergessen wir bei all der Vermenschlichung schon manchmal.

Wir erwarten von ihnen, dass sie sich unserem Leben anpassen, unsere Sprache lernen, unsere Bedürfnisse (z.B. Sozialpartner, Kindersatz) erfüllen und sozial kompatibel und vorzeigbar sind. Teilweise bringen wir unsere Hunde in für sie sehr unnatürliche Situation und erwarten, dass sie sich ordentlich verhalten. Doch geben wir wirklich immer das zurück, was wir sollten? Erfüllen wir ihre arttypischen Bedürfnisse mit derselben Freude, wie sie uns ins überfüllte Einkaufszentrum begleiten? Eine Beziehung kann nur richtig funktionieren, wenn die Bedürfnisse beider Seiten erfüllt sind. Deshalb solltest du deinen Hund kennen und ernst nehmen.

Beobachte und lerne

Es gibt zahlreiche Bücher zum Thema Hundesprache und Hundeerziehung. Hol dir ein oder zwei davon und lies sie. Folgende Bücher sind auf unserer persönlichen Favoriten-Liste:

Ganz besonders können wir dir das Buch „Hundeverhalten – Mimik, Körpersprache und Verständigung“ aus dem Kosmos Verlag ans Herz legen. Die zahlreichen Bilder, Beispiele und Erklärungen geben dir eine gute Basis für den zweiten Schritt…

Beobachte deinen und andere Hunde! Dein Hund hat viel Zeit am Tag, die er meist damit verbringt, dich zu beobachten. Du sitzt am Computer, er beobachtet dich. Du hängst die Wäsche auf, er beobachtet dich. Und selbst wenn er dich nicht direkt anstarrt, sind seine Sinne doch auf das geschärft, was du gerade machst. Ein echter Stalker, könnte man sagen. Dadurch lernt er sehr gut, dich einzuschätzen und sich in bestimmten Situationen deiner Gemütslage anzupassen. Du solltest es ihm gleich tun und auch ihn ein bißchen besser kennen lernen. Beobachte, wie er neben dir läuft, wie er in unbekannten Situationen oder bei Hundebegegnungen reagiert. Lass ihn auf der Hundewiese einfach mal laufen (wenn das möglich ist) und beobachte, wie er mit anderen Hunden umgeht. Das ist nur ein Beispiel! Wenn du weißt, dass dein Hund aggressiv auf andere reagiert, machst du das natürlich nicht. Versteht sich ja von selbst…

Übung macht den Meister

Und dann heißt es üben, üben, üben – für dich! Trau dich und probiere es einfach mal aus. Dein Hund wird es dir nicht übel nehmen, wenn es nicht auf Anhieb klappt. In vielen Büchern ist die Rede von der richtigen Energie oder Ausstrahlung. Das hin zu bekommen erfordert ein ganzes Stück Praxis und Selbstreflektion! Dein Hund wird dir zeigen, ob du überzeugend bist und du als Rudelführer akzeptiert wirst. Wenn Missverständnisse oder Unklarheiten auftreten, suche immer zuerst bei dir die Schuld in einem möglichen Fehlverhalten. Erwarte nicht von deinem Hund, dass er deine Gedanken lesen kann, sondern gehe ihm ein Stück entgegen auf dem Weg der gemeinsamen Kommunikation. Du wirst sehen, schon bald werden die Dinge klarer und einfacher. Lasse dich auf deinen Hund ein, er zeigt dir den Weg!

Wir haben zu dem Thema „5 Schritte zum Hundeflüsterer“ ein eBook geschrieben, dass du dir hier kostenlos downloaden kannst.

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